Entspannungs-Trainer/in-Pädagoge/in

Entspannungs-Trainer/in-Pädagoge/in

Seminarleiter/in Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung

Die klassischen Methoden, die jedem Entspannungspädagogen / -pädagogin als Grundlage dienen, sind Autogenes Training (AT) und Progressive Muskelentspannung (PME). Sie werden daher intensiv gelehrt und angewendet. Mit Zusatzentspannungsverfahren wie Klang, Qi Gong oder Atem, lernen Sie flexibel auf die Bedürfnisse Ihrer zukünftigen Klienten oder Kursteilnehmer einzugehen. Durch die praxisnahe und übungsintensive Unterrichtsgestaltung sind Sie sofort nach Abschluss der Ausbildung  in der Lage, das Erlernte in die tatsächliche Anwendung umzusetzen.

Auch für diejenigen, die beruflich oder im privaten Umfeld mit Kindern arbeiten, werden Anregungen und Impulse gesetzt sowie zusätzliche Module zur Vertiefung angeboten.

Kommende Termine

Bitte vormerken lassen, um sich einen Platz zu sichern.

in Kooperation mit „Seminarzentrum Art of Balance“ mit den Referentinnen Antje Walter + Annette Deinzer

In dieser kompakten Ausbildung können Sie sich in überschaubarer Zeit beruflich weiter entwickeln, sich dabei selbst im Entspannen und Loslassen üben und Ihrer Berufung ein Stückchen näher kommen.

Das Wohlfühlen fällt leicht, wenn Umfeld und Atmosphäre entsprechend sind. Daher kommen Sie zu uns ins Seminarzentrum Art of Balance. Hier können Sie die unterschiedlichen Inhalte in ansprechendem Ambiente und wechselnder Umgebung, auch draußen im schönen Hof mit Laube und Garten, ausprobieren. So lernen und erfahren Sie Entspannung nicht nur im geschützten Raum, sondern auch mit der Energie des Wassers, der Sonne und des Windes.

Informationen zur Ausbildung

Die klassischen Methoden, die jedem Entspannungspädagogen / -pädagogin als Grundlage dienen, sind Autogenes Training (AT) und Progressive Muskelentspannung (PME). Sie werden daher intensiv gelehrt und angewendet. Mit Zusatzentspannungsverfahren wie Klang, Qi Gong oder Atem, lernen Sie flexibel auf die Bedürfnisse Ihrer zukünftigen Klienten oder Kursteilnehmer einzugehen. Durch die praxisnahe und übungsintensive Unterrichtsgestaltung sind Sie sofort nach Abschluss der Ausbildung in der Lage, das Erlernte in die tatsächliche Anwendung umzusetzen.

Autogenes Training AT

Progressive Muskelentspannung PME

Klang / Klangreisen

Qigong / Taiji

Atemtechnik
u.m.

Seminarkonzepte

Theoretische Grundlagen wie Indikation, Kontraindikation, Wirkprinzipien

Methodik und Pädagogik z.B. verständliche Sprache

Für alle Interessierten, die Entspannung in Kursen weitergeben möchten, die sich ein 2. Standbein aufbauen möchten.
Für alle im Bewegungsbereich, die Entspannung in ihre Stunden einfließen lassen möchten.
Auch für diejenigen, die beruflich oder im privaten Umfeld mit Kindern arbeiten, werden Anregungen und Impulse gesetzt sowie zusätzliche Module zur Vertiefung angeboten.

5 Module zum Seminarleiter/in AT + PME
7 Module zum Entspannungstrainer mit Zusatzqualifikation

Samstag/Sonntag, jeweils 10.00 – 17.30 Uhr

Modul 1 / AT1:      Januar 2019
Modul 2 / AT2:     Februar 2019
Modul 3 / PME1:  März 2019
Modul 4 / PME2:  April 2019

optional Modul 5 / Qigong:   Juni 2019
optional Modul 6 / Klang:     Juni 2019

Modul 7 / Prüfung mit Supervision:   Juli 2019

* Bitte vormerken lassen, um sich einen Platz zu sichern

Einzelmodule wie AT oder PME, Klang oder Qi Gong können jederzeit separat gebucht werden.

Gerne können wir telefonisch oder persönlich deine Wünsche und Ziele besprechen und uns kennenlernen.

Einzelmodul je 280,– EUR, zahlbar spätestens 10 Tage vor dem Modultermin.
5 Module Frühbucherpreis  1070,– EUR bei Zahlung bis 31.12.2018.
5 Module Komplettpreis       1190,– EUR bei Zahlung bis 15. Januar 2019.
7 Module Komplettpreis       1670,– EUR bei Zahlung bis 15. Januar 2019.

Annette Deinzer + Antje Walter
Seminarzentrum Art of Balance

Annette Deinzer
Mehr über mich

Antje Walter:
Heilpraktikerin für Psychotherapie
Klangmassagen
Stressbewältigung
Reiki-Behandlungen
Burnoutprävention

Urlaubsseminar auf Zypern Dem Meer und dem Atem lauschen, in Entspannung eintauchen mit PME, AT, Qi Gong & Klang. Wo Aphrodite aus dem Meer stieg!

Entspannungsmethoden: Entspannungstechniken lernen und richtig anwenden

Stress und Gesundheitsförderung – Entspannungstechniken können helfen!

„Ich habe Stress“, so oft hört man diese Aussage von Menschen. Diese Aussage kann gut sein: es kann Neues bewegen, es motiviert auch Dinge anzugehen und zu erledigen. Wenn das dann erledigt ist, kann es ein gutes Gefühl hervorrufen: „Das habe ich geschaffen, kreiert und das hat mich weitergebracht.“

Wenn es heißt: „Ich steh unter Dauerstress“ sollte der Mensch innehalten und erkunden, was der Auslöser von seinem Dauerstress ist. Nur so ist es möglich, daran etwas zu ändern und gegenzusteuern. Ist es absehbar, wann die Herausforderung zu Ende ist? Oder finde ich selber keinen Ausweg mehr? Hier gilt es Acht zu geben! Wenn ich den Anzeichen keine Beachtung schenke, mich selbst weiter treibe oder von anderen treiben lasse, entsteht ein Ungleichgewicht zwischen einer Anforderung und der Fähigkeit, mit dieser Situation umzugehen bzw. den Stress zu regulieren. Im Falle langanhaltender Stressbelastung kann es neben psychischen Erkrankungen zu Bluthochdruck, Arteriosklerose, Angina Pectoris, Herzinfarkt, Störungen des Verdauungssystems, Diabetes oder Asthma kommen. Folgen können auch Essstörungen, Suchtverhalten oder andere gesundheitsriskante Verhaltensweisen sein.

Stress beginnt bereits im frühen Alter – Entspannungstechniken steuern dagegen.

Untersuchungen haben gezeigt, dass bereits Kinder und Jugendliche eine Reihe von Befindlichkeitsstörungen haben, die auf ein hohes Stressniveau und mangelnde Bewältigungsressourcen hinweisen. Dazu gehören Kopfschmerzen, Magenbeschwerden, Unruhe, Konzentrationsschwierigkeiten oder Schlafstörungen.

Als Entspannungspädagoge solltest du dir klar darüber sein: image
> Stress an sich ist eine angeborene, natürliche Reaktion auf eine neue und/oder bedrohliche Situation.
> Leichter Stress erhöht die Wachsamkeit des gesamten Organismus und ist notwendig, um optimale Leistungen zu erbringen.
> Lang anhaltender, starker Stress hingegen bewirkt das Gegenteil: Er erhöht die Wahrscheinlichkeit von psychischen und körperlichen Erkrankungen.

Stress hat viele Gesichter – gezielte Stressbewältigung durch Entspannungstraining

Die psychische und körperliche Belastbarkeit von Menschen ist unterschiedlich, und auch das Stressempfinden ist individuell und sehr subjektiv. Stress entsteht meist aus einem Gefühl der Überforderung: das Leben in einer sich ständig wandelnden pluralistischen Gesellschaft, permanenter medialer Informationsfluss, immer wieder neue technische Herausforderungen, der Anspruch der völligen Eigenverantwortung, Leistungsorientierung und Flexibilität, komplexe Prozesse in Schulen, Betrieben und Organisationen – eine unüberschaubare moderne Welt, in der sich der Einzelne nicht zurechtfindet.

Als Entspannungstrainer ist es wichtig, sich diese Reizüberflutung vor Augen zu halten, um mit Entspannungstechniken gezielt dagegenzuwirken.

Arten von Stress

  • Psychischer Stress: Versagensängste (in der Schule, im Beruf, in der Familie)
  • Leistungsstress: Zeitdruck, Leistungsüberforderung (Schule, Beruf, Sport)
  • Sozialer Stress: zwischenmenschliche Konflikte (mit Eltern, Geschwistern, Freunden, Lehrern, Arbeitskollegen, Vorgesetzten), Trennung, Verlust von Angehörigen, Ablehnung durch andere Menschen, Isolation, Gruppendruck, Mobbing, (drohende) Arbeitslosigkeit
  • Körperlicher Stress: Hunger (z. B. bei Essstörungen oder Leistungssport), Infektionen, Verletzungen, Krankheiten
  • Physikalischer Stress: Hitze, Kälte, Lärm
  • Chemischer Stress: Drogen oder Chemikalien (Alkohol, Nikotin, Medikamente)

Ein Entspannungspädagoge sollte bereits mit dem Stress von Kindern und Jugendlichen richtig umgehen können.

Für Kinder und Jugendliche sind insbesondere die psychosozialen Konflikte (Streit mit Freunden, Ärger mit den Eltern) und Leistungsanforderungen (Probleme in der Schule) die häufigsten Ursachen für Stress. Chronischer Stress erschüttert anhaltend das Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl der Jugendlichen.
Mögliche Folge sind psychosomatische Beschwerden, erhöhte Krankheitsanfälligkeit und chronische Erkrankungen.
Je weniger Möglichkeiten Jugendliche sehen, den äußeren Anforderungen gerecht zu werden, desto höher ist das Risiko für problematische Formen der Stressverarbeitung wie (vermehrtes) Rauchen, Alkoholkonsum, Essstörungen, Aggressivität oder die Einnahme von Medikamenten.

Entspannungstechniken: Das innere Gleichgewicht finden – Stress lass nach!

Der richtige Umgang mit Anforderungen sollte bereits im Kindes- und Jugendalter durch Eltern und Erziehende vermittelt werden. Strategien zur Stressregulation (Entspannungsmethoden), die Erwachsenen helfen, nützen auch schon Heranwachsenden. Die Begabungen, Fähigkeiten und Fertigkeiten der Kinder gilt es zu fördern, und zwar ohne dabei Druck oder Zwang auszuüben. Kinder müssen erfahren, dass sie (manche) Probleme auch eigenständig lösen können. Sich von Niederlagen nicht unterkriegen lassen, sondern sie positiv für sich zu nutzen, will gelernt sein. Der verantwortungsbewusste Umgang mit Medien (PC, Fernseher, Handy etc.) erfordert oft Regeln. Große Aufgaben, die unlösbar erscheinen, werden einfacher, wenn man sie in mehrere kleine Teilaufgaben zerlegt und sukzessive abarbeitet.

Die Aufgaben eines Entspannungstrainers sind vielfältig und helfen dabei durch unterschiedliche Entspannungsmethoden richtig mit Stress umzugehen.

Entspannungstraining : Lebenskompetenzen und Stress

Je ausgeprägter die Lebenskompetenzen bereits im Kindes- und Jugendalter vorhanden sind, desto besser entwickelt sind die Bewältigungsressourcen gegenüber Stress bzw. desto geringer ist die Stressanfälligkeit:

  • Eine aufmerksame Selbstwahrnehmung ist wichtig, um eine stressbedingte Situation als solche zu identifizieren, die Signale des Körpers frühzeitig zu erkennen, den Stress als negativ oder positiv einzuordnen und den Zeitpunkt zu finden, stressbewältigende Maßnahmen zu ergreifen.
  • Empathische Menschen sind in der Lage, Stresssituationen bei anderen, insbesondere bei Kindern oder Schutzbefohlenen, zu erkennen. Wer die Ursachen von Stress bei anderen erkennt, wird mit mehr Verständnis darauf reagieren und seinen Mitmenschen in Stresssituationen zur Seite stehen.
  • Kreatives und kritisches Denken sind nötig, um die Ursachen des Stresses klar zu erkennen, nach verschiedenen Lösungsansätzen zu suchen, negativen in positiven Stress umzuwandeln bzw. Stress gar nicht erst entstehen zu lassen.
  • Nur wer über eine gewisse Entscheidungsfähigkeit verfügt, kann bei der Erledigung von Aufgaben Prioritäten setzen oder auch mal „nein“ sagen.
  • Grundsätzliche Problemlösefertigkeiten helfen, systematische Ansätze zu finden, mit Stresssituationen umzugehen, große Aufgaben in mehrere kleine aufzuteilen und Strategien im Umgang mit Anforderungen zu entwickeln.
  • Kommunikations- und beziehungsfähigen Menschen fällt es leichter, ihren Frust nicht in sich hineinzufressen, sondern mit anderen über ihren Stress zu reden und sich bei Bedarf Hilfe zu holen. Ein gutes soziales Netzwerk bietet in Stresssituationen sicheren Halt.
  • Wer die Fähigkeit hat, seine Gefühle zu bewältigen, erkennt Stress-Muster frühzeitig, kann mit Emotionen wie Erschöpfung, Wut oder Aggressionen besser umgehen und findet leichter einen Ausgleich zum Stress.

Als Entspannungspädagoge lernt man sich selbst und andere besser zu verstehen und wendet alle Entspannungstechniken nach Bedarf passend an

Stress und seine Auswirkung – Entspannungstechniken lassen Stress abbauen.

Stress wirkt sich häufig nachteilig auf das Ernährungsverhalten aus, das heißt er kann sowohl zur Appetitlosigkeit führen als auch zu haltlosem Frustessen. Anders herum kann übermäßiges Essen selber Stress auslösen, allerdings kann eine entspannte Mahlzeit im Kreise von Freunden und Angehörigen das Stressniveau senken.

Auch die Wechselwirkungen von Stress und Bewegung sind individuell verschieden: Manche Menschen reagieren mit einem passiven Lebensstil auf Stress, andere werden überaktiv. Bewegung oder Sport sind auf jeden Fall ideal, um Stress abzubauen.

Handlungsbedarf: Entspannungsmethoden zur Stressbewältigung

Maßnahmen zur Gesundheitsförderung im Bereich Stressregulation verfolgen grundsätzlich zwei Ziele: Der Einzelne lernt einerseits, mit Anforderungen so umzugehen, dass Stress möglichst gar nicht erst entsteht, andererseits erwirbt er Fähigkeiten, die ihm helfen, mit stresserzeugenden Situationen besser umzugehen. Hier gibt es keine pauschalen Lösungen. Jeder muss daher seine persönlich passende Strategie finden. Die Möglichkeiten sind vielfältig wie beispielsweise:

  • Autogenes Training (AT)
  • Progressiver Muskelrelaxation (PMR)
    oder auch Progressive Muskelentspannung (PME)
  • Achtsamkeits- und Körperwahrnehmungsübungen
  • Qi Gong, Tai Ji Quan, Yoga, Indian Balance
  • Meditation in Bewegung und Stille

Die Lebenskompetenzen des Einzelnen müssen also gestärkt werden, möglichst bereits im Kindes- und Jugendalter. Daher sollten die Erziehungskompetenzen bei Eltern und Erziehenden entsprechend gefördert werden. Ihnen muss die Bedeutung von Ressourcen für die Stressregulation verdeutlicht werden, ebenso wie die Gefahren von häufigen bzw. lang anhaltenden Stresssituationen.

Auf gesellschaftlicher Ebene gilt es, die Lebensbedingungen so zu gestalten, dass Stressoren positiv beeinflusst werden und Anregungen für den Umgang mit Anforderungen vermittelt werden.
Entspannungsmethoden helfen dabei aufkommende Stressoren in die richtige Richtung zu lenken.

Entspannungstechniken: Lebenskompetenzen stärken

Der verantwortungsbewusste Umgang mit dem eigenen Körper und der Gesundheit erfordert verschiedene Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten, um die Herausforderungen des Alltags zu bewältigen, sogenannte Lebenskompetenzen, die – je nach Kontext – auch als Ressourcen, Schutzfaktoren oder Resilienzen bezeichnet werden. Diese zu stärken, ist eine der wichtigsten Aufgaben zur Gesundheitsförderung und Prävention.

Zehn Life Skills – Lebenskompetenzen

Als Entspannungspädagoge erlernt man nicht nur den richtigen Umgang mit Stress, sondern entwickelt sich auch selbst positiv weiter.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat zehn zentrale „Life Skills“, zu deutsch Lebenskompetenzen, für unseren Kulturkreis definiert:

  1. Selbstwahrnehmung: die Wahrnehmung des eigenen Körpers und seiner Bedürfnisse, des eigenen Charakters, der Stärken und Schwächen, Wünsche und Abneigungen.
  2. Empathie: die Fähigkeit, sich in eine andere Person hinein zu versetzen und Mitgefühl und Verständnis zu entwickeln. Empathie ist die Voraussetzung, ein fürsorgliches Verhalten gegenüber hilfepflegebedürftigen Mitmenschen zu entwickeln.
  3. Kreatives Denken: kognitive Fähigkeit, über den direkten Erfahrungshorizont hinauszuschauen, die vorhandenen Alternativen und deren Konsequenzen abzuschätzen und Aktivitäten zu planen.
  4. Kritisches Denken: die Fähigkeit, Informationen und Erfahrungen objektiv zu analysieren
  5. Entscheidungsfähigkeit: die Fähigkeit, Vor- und Nachteile gegeneinander abzuwägen und konstruktive Entscheidungen zu treffen.
  6. Problemlösefertigkeit: konstruktiver Umgang mit Problemen des Alltags.
  7. Effektive Kommunikationsfertigkeit: sich sowohl verbal als auch nonverbal ausdrücken zu können und die eigenen Meinungen und Wünsche, Bedürfnisse und Ängste zu äußern.
  8. Interpersonale Beziehungsfertigkeiten: die Fähigkeit, Beziehungen und Freundschaften zu schließen und aufrechtzuerhalten.
  9. Gefühlsbewältigung: Bewusstwerden der eigenen Gefühle und denen anderer, angemessener Umgang mit Emotionen.
  10. Stressbewältigung: Erkennen der Ursachen von Stress im Alltag und dessen Auswirkungen, Beherrschen von Strategien, das Stressniveau zu kontrollieren.

Einfluss der Lebenskompetenzen auf Ernährung, Bewegung und Stress

Diese Lebenskompetenzen haben Einfluss auf das Ernährungs- und Bewegungsverhalten ebenso wie auf den Umgang mit Stress.

Beispiele:

  • In Sachen Essverhaltens helfen sie, das Hunger- bzw. Sättigungsgefühl wahrzunehmen, Werbebotschaften kritisch zu hinterfragen und sich des Einflusses von Gefühlen auf das Essverhalten bewusst zu sein.
  • Im Bezug auf die Bewegung werden Eigenschaften wie Schnelligkeit, Kraft, Ausdauer und Koordination positiv wahrgenommen und an Kinder und Jugendliche vermittelt.
  • Stress wird frühzeitig erkannt und analysiert, damit er nicht zu einem gesundheitsgefährdenden Faktor werden kann.

Der Besitz solcher Fertigkeiten und Fähigkeiten erhöht die Wahrscheinlichkeit, sich gesundheitsförderlich zu verhalten. In diesem Zusammenhang wird von Verhaltensprävention gesprochen, denn bei der Förderung von Lebenskompetenzen steht die Verhaltensbeeinflussung im Vordergrund.

> Lebensbedingungen verbessern

Ein gesundes Verhalten und ein verantwortungsvoller Umgang mit dem eigenen Körper hängen in nicht unerheblichem Maße auch von den Lebensbedingungen ab. Je nach der individuellen Lebenssituation, also Einkommen, Bildung, Familie, Wohnsituation und -gegend, kann gesundheitsförderliches Verhalten erschwert oder erleichtert werden.
Das Lebensumfeld spielt deshalb eine wichtige Rolle bei der Entwicklung und der Erhaltung eines gesundheitsförderlichen Verhaltens.

> Verbesserung auf allen Ebenen
Gibt es zu Hause gemeinsame regelmäßige Mahlzeiten, Ruhe- und Bewegungszeiten. Gibt es bei Kindern in öffentlichen Einrichtungen wie Kitas und Schulen gute Essensangebote, Bewegungszeiten, Entspannungsangebote, attraktive Lern- und Arbeitsräume, Freizeitmöglichkeiten?
Um die Lebensbedingungen zu verbessern, muss es zu Veränderungen innerhalb der Lebenswelten kommen, also in Familie, Kita, Schule, Beruf, Freundeskreis, Verein, Wohnumfeld, Stadtteil, Infrastruktur. Ein paar Beispiele aus der Praxis: In einer Schule wird der Zugang zu gesunden Nahrungsmitteln dadurch erleichtert, dass Schulkiosk und Mensa ein breites, ausgewogenes und schmackhaftes Angebot bereitstellen. Innerhalb der Familie wird die Zeitplanung so gestaltet, dass am Wochenende beispielsweise gemeinsame Fahrradtouren oder andere körperliche Aktivitäten auf dem Programm stehen.

> Verhältnisprävention
Maßnahmen zur Gesundheitsförderung zielen also oftmals auch auf eine Veränderung der Umgebungsverhältnisse (Verhältnisprävention). Sicherlich sind manche ungünstige Lebensbedingungen wie beispielsweise Wohngegenden mit schlechten Bewegungsmöglichkeiten nicht von heute auf morgen veränderbar. Solche strukturellen Wandlungsprozesse (Schaffung von Spielflächen und Radwegen etc.) binden enorme Zeit- und Geldressourcen, versprechen aber langfristig effektive Verbesserungen.

Relativ schnell wirken die Maßnahmen aus den Entspannungsbereichen. Sind sie einmal erlernt, sind sie immer wieder anwendbar und fließen oft als regelmäßiges Entspannungstraining in das Leben ein. Entspannungstechniken helfen dabei die Lebensbedingungen langfristig zu verbessern.

Werde Entspannungstrainer

Lass dich vormerken für die nächste Ausbildung. Ein Quereinstieg ist möglich. Bitte einfach mit mir besprechen.